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Herma Kennel Bergers Dorf
352 Seiten, 13 x 21 cm, gebunden, Fadenheftung, mit Lesebändchen und Schutzumschlag, bebildert. Auf der Grundlage von intensiven Quellenstudien und Gesprächen mit Zeitzeugen verfaßte die 1944 nahe Pirmasens geborene Autorin diesen dokumentarischen Roman über Verführung, Verstrickung und Vertreibung eines ganzen Dorfes: 15. März 19 39. Hitlers Wehrmacht marschiert in die „Rest-Tschechei“ ein. Im Landkreis Iglau, einer deutschen Sprachinsel auf dem Böhmisch-Mährischen Höhenzug, feiern die Deutschen den Einmarsch als Befreiung. Nach einem vereitelten Attentat auf Adolf Hitler kommt es zu Verhaftungen, die Synagoge geht in Flammen auf. Unweit der Kreisstadt, im deutschen Bauernort Bergersdorf, nimmt die Gestapo den tschechischen Müller fest. Der Bürgermeister dieses Dorfes, ein aufrechter Mann, kann sich dem politischen Druck nicht entziehen, da der Chef des SS-Hauptamtes, Gottlob Berger, aus Berlin zu Besuch kommt und „sein“ Bergersdorf zu einem SS-Dorf erklärt. Der Weg in die Katastrophe beginnt…
"Betroffenheit lag auf den Gesichtern. Der Bürgermeister war entsetzt gewesen, nachdem er von dem Anschlag auf Heydrich erfahren hatte. 'Wie kann man nur auf Heydrich ein Attentat verüben!' war seine erste Reaktion. 'Das wird schlimme Folgen für die Tschechen haben!' hatte er vorausschauend gesagt. 'Es wird auch Unschuldige treffen und die Gräben zwischen uns noch mehr vertiefen!'"
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