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Oliva

Artikelnummer: r_008
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Oliva
Führer durch die Kathedrale und das ehemalige Kloster
Zygmunt Iwicki
Herausgeber: Mariola Malerek
Ausstattung: 350 Seiten, 128 Abbildungen, fester Einband, mit Fadenheftung, Format 14,8 x 21 cm
Das Zisterzienserkloster Oliva liegt an der Stelle, wo der Baltische Landrücken mit dem hohen Karlsberg unmittelbar an die Ostsee rückt. Der Blick, der sich von diesem Ort über die ganze Danziger Bucht eröffnet, ist oftmals beschrieben worden. Das Kloster, das nicht zuletzt wegen des dort im Jahre 1660 abgeschlossenen Friedens zwischen Schweden, Brandenburg und Polen Bedeutung erlangte, wurde im Jahre 1931 aufgehoben, und seine Kirche wurde zur katholischen Pfarrkirche. Nach der Errichtung des Bistums Danzig 1925 wurde die Kirche zur Kathedrale des Bistums erhoben.

Als erste zusammenfassende Darstellung der Kunstschätze der ehemaligen Klosterkirche und heutigen Kathedrale in Oliva bei Danzig liegt nun ein detaillierter Führer von Zygmunt Iwicki vor. Der Verfasser, der bereits in seiner kunsthistorischen Dissertation über den Hochaltar der Kathedrale von Oliva gearbeitet hatte und dem Schicksal der im siebzehnten Jahrhundert aus Oliva verschleppten Kunstwerke nachgegangen war, wirkte mehrere Jahre als Seelsorger an der Kathedrale. Seine bisherigen Forschungsergebnisse hat er in einer Reihe von Artikeln veröffentlicht.

Nach der Legende wurde das Kloster an der Stelle der wunderbaren Errettung und Bekehrung des pommerellischen Herzogs Subislaus I. errichtet, nachdem dieser im Jahre 1186 Zisterziensermönche aus Kolbatz bei Stettin ins Land gerufen hatte. Zu Beginn des dreizehnten Jahrhunderts entstand in mehreren Bauphasen ein schlichter romanischer Kirchenbau, der bereits 1350 einem verheerenden Brand zum Opfer fiel.

Beim Wiederaufbau des Klosters erfuhr die Kirche eine bedeutende Vergrößerung in ihrer Länge und Höhe. Ein Überfall Danziger Söldner im Jahre 1577 brachte noch einmal Plünderung und Zerstörung, man baute Kirche und Kloster jedoch wieder in den bis heute vorhandenen Maßen auf. Die ehemalige Klosterkirche ist somit die längste Zisterzienserkirche der Welt und zugleich die längste Kirche Polens. Neben einer Reihe von Ansichten, Plänen und Landkarten bietet das Buch eine hervorragende Beschreibung der Kunstdenkmäler der Kirche und des Klosters.

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