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Kriegsverbrechen in Europa und im Nahen Osten im 20. Jahrhundert
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Alfred M. de Zayas, Franz W. Seidler Kriegsverbrechen in Europa und im Nahen Osten im 20. Jahrhundert 384 Seiten, 16 x 24 cm, Festeinband mit Schutzumschlag Kulturgüterraub, Verschleppungen, Massenvergewaltigungen, verbrannte Erde, Massaker an Frauen und Kindern waren die typischen Kriegsverbrechen im 20. Jahrhundert. In diesem Band werden erstmals von 50 Experten in 140 chronologisch geordneten Beiträgen Kriegsverbrechen zwischen 1900 und 2000 in Europa und im Nahen Osten dokumentiert. Es wird deutlich, dass auf allen Seiten und an allen Fronten das Kriegsvölkerrecht mit Füßen getreten wurde. Weder kodifizierte internationale Vereinbarungen noch das Gewohnheitsrecht konnten die Kriegführenden von Gräueltaten an Kombattanten und Nichtkombattanten abhalten. Das war in den Weltkriegen nicht anders als in den Entkolonialisierungskriegen, im Golfkrieg und beim Zerfall Jugoslawiens in den neunziger Jahren. Zu den bekannten Stichworten des Zweiten Weltkriegs, der als umfassender Vernichtungskrieg die meisten Kriegsverbrechen aufweist, gehören auf deutscher Seite Babiy Yar, Lidice, Oradour und Malmedy, auf sowjetischer Seite Feodosia, Grischino, Katyn und Nemmersdorf sowie auf westalliierter Seite Mers-el-Kebir, Monte Cassino, Annecy und Dresden.
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