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Kulturtransfer Polen-Deutschland.
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Karol Sauerland (Hrsg.), Kulturtransfer Polen-Deutschland. Wechselbeziehungen in Sprache, Kultur und Gesellschaft, Bd. 3. Historische Forschungen. Hrsg. von der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen. Kulturtransfer vollzieht sich niemals auf Einbahnstraßen. Suggerierte einst der Begriff die einseitige Vermittlung zivilisatorischen Fortschritts, so zeigt sich bei differenzierterer Betrachtung, dass stets mit einem wechselseitigen Geben und Nehmen zu rechnen ist. Dies gilt nicht zuletzt für Sprache, Kultur und Gesellschaft im polnischen bzw. ostmitteleuropäischen Raum, die stets wechselseitig auf einander einwirkten und dies bis heute tun. Den thematischen Schwerpunkt des vorliegenden dritten Bandes der Reihe - an dem wiederum Historiker, Sprach- und Literaturwissenschaftler aus Polen und Deutschland mitwirkten - bildet das Problem der Arroganz im Kulturtransfer. Es zeigt sich, dass die moderne Form der Arroganz mit Humanismus und Aufklärung einsetzt: Nun werden äußere, anscheinend objektive Kriterien entwickelt, nach denen man andere als zivilisatorisch zurückgeblieben einstufen kann. Mit dem Fortschreiten nationalstaatlichen Denkens im 19. und 20. Jahrhundert bestimmt Arroganz nicht zuletzt das Verhältnis von Polen und Deutschen unheilvoll. Immerhin lassen sich auch Beispiele dafür aufzeigen, dass Arroganz im Kulturtransfer durch geduldiges Aufeinanderzugehen überwunden werden kann.
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