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Die schlesischen Friedenskirchen in Schweidnitz und Jauer
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Die schlesischen Friedenskirchen in Schweidnitz und Jauer Ein deutsch-polnisches Kulturerbe.
Ausstellungskatalog mit Texten von Hans Caspary, Fotografien von Mathias Marx und einer Einleitung von Andrzej Tomaszewski
64 S., brosch. ISBN 3-936168-24-5
Die schlesischen Friedenskirchen sind die größten sakralen Fachwerkbauten in Europa. Sie entstanden als Folge des Westfälischen Friedens, dem sie ihren Namen verdankten. Im Zuge der Gegenreformation ließ der Kaiser im überwiegend protestantischen Niederschlesien die evangelischen Kirchen einziehen. Auf Druck Schwedens und einiger protestantischer Reichsfürsten konnten Kaiser Ferdinand III. Zugeständnisse zu Gunsten der Evangelischen in Schlesien abgerungen werden. Dazu gehörte das Recht, je eine Kirche vor den Toren der Städte Schweidnitz, Jauer und Glogau bauen zu dürfen. Die Kirchen mussten wegen ihrer Lage vor der Stadt aus Holz errichtet werden. Alle drei wurden nach Plänen des Breslauer Architekten und Festungsbaumeister Albrecht von Säbisch (1610–1688) gebaut. Die Friedenskirchen sind heute, wie auch andere Baudenkmäler in den ehemaligen östlichen Gebieten des Deutschen Reichs, ein gemeinsames Kulturerbe der Deutschen und ihrer östlichen Nachbarn. Die Restaurierungsmaßnahmen, in den 1990er Jahren in deutsch-polnischer Kooperation begonnen, sind ein besonderes Beispiel für eine vorbildhafte Zusammenarbeit bei der Pflege des gemeinsamen Kulturerbes. Die Restaurierung war die wesentliche Voraussetzung für die Aufnahme der Friedenskirchen in die Welterbeliste der UNESCO 2001. Allerdings konnte sie bisher aus finanziellen Gründen noch nicht abgeschlossen werden.
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